Schülerinnen und Schüler entdecken die Wunderwelt der Werkstoffe

27.3.2014

Zukunftstag am Do., 27. März 2014, im Fraunhofer IWM Freiburg und Halle Am Zukunftstag lernen Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Tätigkeiten von Wissenschaftlerinnen und Technikerinnen kennen und erfahren viel über die industrienahe Werkstoffforschung am Fraunhofer IWM: Wie Materialien und Bauteile getestet und bewertet werden können, um diese zuverlässiger oder langlebiger zu machen, oder wie mit Computersimulationen das Verhalten von Werkstoffen vorausberechnet werden kann. Die Schülerinnen und Schüler erkunden die Labore und Technikumsräume des Instituts und probieren Vieles selbst aus.

© Fraunhofer IWM

Wie kann ich mit einem Hammer ein weiches Gummirohr kaputt klopfen? Flüssigstickstoff macht’s möglich.

Freiburg

Die Luft in einem Luftballon flüssig machen bis das Gummi zu vielen Falten schrumpelt, einen Glasstab zu bizarren Formen verbiegen oder den Computersimulationen von Atomen und Molekülen bis hin zu großen Auto-Bauteilen auf den Grund gehen. Das und viel mehr erleben die Mädchen am diesjährigen Girls‘ Day am Freiburger Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM.
Die 14 Mädchen im Alter von 11 bis 14 Jahren schärfen ihren Blick für die vielen unterschiedlichen Werkstoffe, die sie täglich umgeben. Doch auch andere Aspekte stehen am Girls‘ Day im Fokus. »Wir möchten den Mädchen zeigen, dass es neben den häufig von Frauen gewählten Berufen wie Sekretärin oder Arzthelferin auch viele interessante wissenschaftlich-technische Berufe gibt und dass Mädchen und Frauen in Technik, Forschung und Wissenschaft sehr geschätzt und willkommen sind«, sagt Kirsten Tirier, die Beauftragte für Chancengleichheit am Institut.

Halle (Saale)

Auch der Standort Halle des Fraunhofer IWM öffnet im Rahmen des Zukunftstages am 27. März 2014 seine Türen für interessierte Schülerinnen und Schüler der 8. bis 12. Klassen. Die Teilnehmer/innen können dabei in vier spannenden Themenbereichen forschen und experimentieren.
Im Bereich Mikroelektronik bearbeiten die Schüler einen nachgestellten Eilauftrag einer Firma aus der Halbleiterindustrie: Der durch einen Chip gesteuerte Sensor zur Öffnung eines Airbags hat versagt. Nun geht es an die Fehlersuche. Nach der Präparation der Probe wird sie unter dem Lichtmikroskop auf defekte Lötstellen untersucht.
Diejenigen, die schon immer einmal wissen wollten, wie man aus Plastikfolie ein Fußballstadion errichten kann, sind im Bereich Polymerfolien und Polymergrenzflächen genau richtig. Hier erfahren die Schülerinnen und Schüler, wie man funktionelle Schichten auf den Folien herstellt und untersucht und wie diese zur Stabilisation eingesetzt werden können.
Wer die Vielfältigkeit des Berufs als biotechnische/r Assistent/in kennenlernen möchte, kann im Bereich Biologische und makromolekulare Materialien durch die Präparation und Analyse von Proben das Verhalten von Pflanzen unter spezifischen Umwelteinflüssen erforschen. In eigenständigen Versuchen erfahren die Teilnehmer/innen außerdem, wie Fette, die sich in unserer täglichen Nahrung befinden, nachgewiesen werden können.
Und nicht zuletzt können alle IT-Begeisterten, die mehr als nur ihre eigene Facebook-Seite gestalten möchten, in die Tasten hauen und im Bereich IT einen Linux-Rechner aufsetzen. Mit diesem können die Teilnehmer/innen anschließend eine Ampelschaltung  zur Absicherung eines sensiblen Laborbereichs programmieren.

 

Kontakt

Freiburg
Kirsten Tirier
Telefon +49 761 5142-305
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Halle (Saale)
Sandy Klengel
Telefon +49 345 5589-125
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