Nukleare Transport- und Lagerbehälter und andere Komponenten aus Gusseisen müssen höchsten Sicherheitsanforderungen genügen –die heutigen Nachweisverfahren sind etabliert, jedoch aufwändig, teuer und oft übermäßig konservativ. DaGeMoCast entwickelt ein KI-gestütztes Modell, das auf Basis von Kleinprobenversuchen, Gefügedaten und Simulationen das Bruchverhalten ortsaufgelöst und belastungsabhängig vorhersagt. Damit werden erstmals lokale Gefügeunterschiede und reale Beanspruchungszustände direkt im Sicherheitsnachweis berücksichtigt. Für Hersteller und Betreiber bedeutet das: realistischere Bewertungen, geringerer Prüfaufwand und quantifizierbare Sicherheitsmargen. Die Methodik ist auf weitere Werkstoffe und Komponenten der Nuklearindustrie übertragbar. Das Fraunhofer IWM arbeitet dabei mit der TU-Bergakademie Freiberg in einem Verbundvorhaben zusammen. Die Partner aus Freiberg übernehmen dabei hauptsächlich die numerischen Simulationen.
Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM