FAQs – Beispiele für Kundenfragen
Jede Fragestellung ist individuell und die Antwort ist kundenspezifisch. Mit den Antworten bekommen Sie einen ersten Eindruck davon, wo wie bei der Klärung ansetzen. Sprechen Sie uns an. Gemeinsam suchen wir einen (unverbindlichen) Lösungsweg für Ihre Herausforderung.
Ich möchte wissen, ob der Werkstoff, den wir für bestimmte Bauteile einsetzen, wasserstoffempfindlich ist. Sind Zugversuche dafür geeignet?
Zugversuche mit gasförmigem Wasserstoff sind eine gute Screeningmethode, um die Wasserstoffempfindlichkeit eines Werkstoffs abzuschätzen. Hohlproben bieten die Möglichkeit für kostengünstige Zugversuche. Rund- und Flachproben können im Wasserstoffautoklaven nach Norm getestet werden. Für eine detaillierte Auslegung muss der Werkstoff unter der Belastung, die er im Einsatz erfährt, untersucht werden.
Was kann Wasserstoff an meinem Produkt anrichten?
Wasserstoff kann zu einer Versprödung des Werkstoffs und zum frühzeitigen Versagen des Bauteils durch z.B. erhöhtes Risswachstum führen
Gibt es ein erhöhtes Versagensrisiko bei Komponenten, die im Kontakt mit Wasserstoff stehen?
Dazu muss die Anfälligkeit für Wasserstoffversprödung bewertet werden. Diese ist letztlich abhängig vom Werkstoff und den Einsatzbedingungen, denen er ausgesetzt ist, wie Wasserstoffdruck, Temperatur, mechanischen Lasten.
Wie bekomme ich mein Bauteil H2-Ready?
Die H2-Readyness wird bestimmt durch den Werkstoff und durch das Bauteildesign. Zur Bauteilauslegung gibt es in einigen Bereichen wie Pipelines gültige Ausrichtungsrichtlinien und Normen. Hier unterstützen wir bei der Ermittlung der notwendigen Werkstoffkennwerte und Anwendung der Richtlinien. In anderen Bereichen, wo es keine Richtlinien gibt, wenden wir etablierte Auslegungskonzepte so an, dass sie dem Wasserstoffeinfluss Rechnung tragen.
Dringt Wasserstoff in mein Bauteil ein und wird dieser darin gebunden? Welche Arten von Traps gibt es? Welche lokalen Konzentrationen sind möglich?
Wasserstoff dringt in praktisch jeden metallischen Werkstoff ein. Mit unserem Gaspermeationsprüfstand können wir die Wasserstoffdiffusionsgeschwindigkeit messen. Wieviel Wasserstoff eindringt und wie stark er an Wasserstofffallen gebunden wird, untersuchen wir mit der thermischen Desorptionsspektroskopie.
Müssen alle relevanten Kennwerte zeitaufwändig gemessen werden oder können bestimmte Eigenschaften abgeschätzt werden?
Es gibt Erfahrungs- und Literaturwerte, die in manchen Fällen für bestimmte Werkstoffklassen verwendet werden können. Andere Kennwerte müssen nach Norm für jeden eingesetzten Werkstoff ermittelt werden.
Ein Bauteil hat versagt. Ist die Versagensursache Wasserstoff?
Durch eine Bruchflächenanalyse im Rastelektronenmikroskop können wasserstoffspezifische Versagensmuster identifiziert und auf Schädigungsmechanismen rückgeschlossen werden.
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