Auf der Grundlage der Projektergebnisse kann das Fraunhofer IWM Industrieunternehmen folgende Forschungs- und Entwicklungsleistungen anbieten:
1. ML-gestützte Kriechlebensdauervorhersage für warmfeste Stähle
Das Fraunhofer IWM stellt ein validiertes, probabilistisches Machine-Learning-Modell zur Vorhersage der Kriechlebensdauer warmfester Stähle bereit – mit explizit ausgewiesener Vorhersageunsicherheit und ohne die Notwendigkeit tausendstündiger Standardversuche.
2. Beschleunigte Kriechprüfung nach der Stepped-Isostress-Methode (SSM) mit modellgestützter Auswertung
Das Fraunhofer IWM bietet eine vollständig validierte Methodik für beschleunigte Kriechversuche an, die in wenigen Tagen Ergebnisse liefert, für die konventionelle Prüfverfahren bis zu 10.000 Stunden benötigen.
3. Probabilistisches Multi-Fidelity-Modelling zur Datenanreicherung und effizienten Modellentwicklung
Das Fraunhofer IWM bietet Active-Learning-basierte Workflows an, die experimentelle und simulationsbasierte Daten intelligent kombinieren und damit auch bei begrenzten Datensätzen belastbare Vorhersagemodelle ermöglichen.
4. Simulation der Mikrostrukturentwicklung beim Freiformschmieden großer Bauteile
Das Fraunhofer IWM liefert eine validierte, in die industrielle FE-Prozesskette integrierbare Simulationsmethodik, die Korngrößenverteilung und Rekristallisationsgrad über den gesamten Querschnitt metergroßer Schmiedebauteile zuverlässig vorhersagt.
5. Kalibrierung thermomechanischer Materialmodelle durch gezielte Warmumformversuche
Das Fraunhofer IWM bestimmt experimentell alle für eine belastbare Prozesssimulation erforderlichen Werkstoffkennwerte bei prozessrelevanten Bedingungen – und schafft damit die unverzichtbare Datenbasis für zuverlässige unternehmenseigene Simulationen.
6. Beratung und Implementierung von KI-Methoden in der industriellen Werkstoff- und Prozessentwicklung
Das Fraunhofer IWM unterstützt Unternehmen beim praxisorientierten Aufbau eigener ML-Pipelines für Werkstoffvorhersagen – von der strukturierten Datenbasis bis zum validierten, betriebsbereit implementierten Modell.
7. Restlebensdauerbewertung und Schadensvorhersage unter realistischen Betriebsbedingungen
Das Fraunhofer IWM führt auf Basis validierter, fortgeschrittener Kriechschadensmodelle Restlebensdauerabschätzungen für Hochtemperaturkomponenten unter realistischen, variablen Temperatur- und Lasthistorien durch – als belastbare Grundlage für Instandhaltungsplanung und Laufzeitverlängerung.