Auf der Grundlage der Projektergebnisse kann das Fraunhofer IWM Industrieunternehmen folgende Forschungs- und Entwicklungsleistungen anbieten:
1. Atomistische Simulation von Festschmierstoffen
Das Fraunhofer IWM führt Tight-Binding- und Molekulardynamik (MD)-Simulationen durch, um Reibmechanismen bei Festschmierstoffen auf atomarer Ebene aufzuklären.
- Atomistische Simulation von Materialien wie Graphit, MoS₂, h-BN oder Verbundwerkstoffen
- Analyse und Visualisierung von Reibmechanismen auf molekularer Ebene
- Vergleichende Bewertung verschiedener Materialkandidaten
2. Feuchtigkeits- und temperaturabhängige Schmierstoffmodellierung
Das Fraunhofer IWM erstellt simulationsbasierte Analysen zum Einfluss von Umgebungsbedingungen auf die Schmierwirkung von Festschmierstoffen in hochbelasteten Kontakten.
- Modellierung des Einflusses von Feuchte, Temperatur und Atmosphäre auf das tribologische Verhalten
- Analyse des Schmierverhaltens unter Extrembedingungen (Vakuum, Hochtemperatur, wechselnde Klimabedingungen)
- Simulationsgestützte Auslegungsempfehlungen für spezifische Betriebsumgebungen
3. Entwicklung und Bewertung neuer Festschmierstoff-Verbundsysteme
Aufbauend auf umfangreichen Erkenntnissen zu Graphit-Phenolharz-Systemen unterstützt das Fraunhofer IWM Industriepartner bei der Entwicklung maßgeschneiderter Festschmierstoffbeschichtungen – von der Auslegung bis zur Charakterisierung.
- Auslegung und Simulation anwendungsspezifischer Festschmierstoffbeschichtungen
- Werkstoffliche Charakterisierung und tribologische Bewertung von Verbundsystemen
- Optimierung von Schichtaufbau und Zusammensetzung für definierte Lastbedingungen
4. Multiskalige Reibungs- und Verschleißmodellierung / Digitale Zwillinge
Das Fraunhofer IWM setzt eine durchgängige Modellierungsmethodik ein, die Simulationsparameter von der atomistischen bis zur makroskopischen Skala überträgt – und damit den Aufbau digitaler Zwillinge realer tribologischer Systeme ermöglicht.
- Aufbau digitaler Zwillinge tribologischer Systeme auf Basis skalenübergreifender Parameterübertragung
- Vorausschauende Lebensdauerprognosen für Realbauteile und -systeme
- Simulationsgestützte Auslegungsoptimierung ohne experimentelle Prüfreihen