Projektbeschreibung
Die Entwicklung neuer Energiespeicher und -wandler erfordert ein tiefgreifendes Verständnis der elektronischen Eigenschaften der eingesetzten Funktionsmaterialien. Viele dieser Materialien, insbesondere Übergangsmetalloxide mit Perowskit-Struktur (z.B. ternäre Ferrate und Kobaltate), weisen stark korrelierte Elektronenzustände auf, deren quantitative Simulation mit etablierten klassischen Verfahren wie der Dichtefunktionaltheorie (DFT) an fundamentale Grenzen stößt. Selbst fortgeschrittene Einbettungsmethoden wie die Dynamical Mean Field Theory (DMFT) erfordern auf klassischen Hochleistungsrechnern erhebliche Näherungen und immensen Rechenaufwand, was die Vorhersagegenauigkeit und damit die Geschwindigkeit der Materialentwicklung limitiert.
Hier setzt das Verbundprojekt QUBE an. Ziel ist es, hybride Quanten-klassische Simulationsverfahren zu entwickeln, die den numerisch anspruchsvollsten Teil der DMFT, die Berechnung der Green'schen Funktion des korrelierten Hilfsproblems, auf einen Quantencomputer verlagern und so einen Quantenvorteil für die Materialsimulation erzielen. Das Projekt adressiert damit Einerseits den Bedarf der Energie- und Materialindustrie an präziseren, schnelleren Simulationswerkzeugen für die Entwicklung von Funktionsmaterialien für die Energiewende (Brennstoffzellen, Batterien, Katalysatoren) und andererseits den wachsenden Bedarf an konkreten, industriell relevanten Anwendungsfällen für Quantencomputer.