Die Arbeitspakete des Fraunhofer IWM:
Das Fraunhofer IWM schafft im Projekt die experimentelle, simulationstechnische und wissenschaftliche Grundlage, um den Einfluss der ausscheidungsfreien Säume (PFZ) auf das Ermüdungsverhalten von Aluminiumlegierungen quantitativ, mikrostrukturaufgelöst und statistisch abgesichert zu beschreiben – von der einzelnen Korngrenze bis zur probabilistischen Lebensdauervorhersage.
Datensatz zu Rissinitiierung und Kurzrisswachstum in Abhängigkeit von der PFZ-Ausprägung
Das Fraunhofer IWM erzeugt einen experimentellen Datensatz, der makroskopische Ermüdungskennwerte (mind. 120 Versuche) und direkt beobachtete Mechanismen der Rissinitiierung des Kurzrisswachstums auf der Mikroskala (mind. 30 In-situ-Mikroversuche) quantitativ miteinander verknüpft. Das Ergebnis ist eine experimentell belegte, ortsaufgelöste Beschreibung des Schädigungsablaufs – insbesondere des Verhältnisses von inter- zu transkristallinem Risswachstum – in direkter Abhängigkeit von der lokalen PFZ-Ausprägung.
Probabilistisches 3D-Kurzrisswachstumsmodell, das statistische Lebensdauerverteilungen direkt aus der Mikrostruktur vorhersagt
Das Fraunhofer IWM entwickelt ein dreidimensionales, physikbasiertes Simulationsmodell, das den Einfluss von PFZ-Breite, Korngröße, Textur und Spannungsmehrachsigkeit auf das Kurzrisswachstum und seine statistische Streuung quantitativ beschreibt. Das Modell liefert als zentrales Ergebnis validierte statistische Lebensdauerverteilungen, die unmittelbar aus mikrostrukturellen Eingangsgrößen abgeleitet werden.
Bewertung der Möglichkeiten und Grenzen des PFZ-Designs als Stellgröße für die Ermüdungsoptimierung
Gemeinsam mit der TU Chemnitz erarbeitet das Fraunhofer IWM an einer Methode die eine belastbare, auf mehrere Orientierungen und Texturzustände abgestützte Aussage darüber liefert, welche Möglichkeiten das gezielte PFZ-Design für die Ermüdungsoptimierung bietet, wo seine Grenzen liegen und inwieweit die Erkenntnisse auf andere Legierungssysteme übertragbar ist.