Projektbeschreibung
Marktbedarf und Herausforderungen
Die Wasserstoffwirtschaft erfordert Bauteile, die bei hohen Temperaturen sicher mit Wasserstoff in Kontakt stehen können, etwa in Elektrolyseuren, H2-Gasturbinen oder Brennstoffzellen. Wasserstoffversprödung kann dabei zu plötzlichem oder frühzeitigem Bauteilversagen führen. Bisherige Prüfmethoden (Autoklaventechnik) sind teuer, zeitaufwendig, nur an wenigen Instituten verfügbar und auf ca. 300 °C technisch limitiert. Besonders KMU können sich solche Prüfprogramme kaum leisten, was eine erhebliche Innovationshürde darstellt.
Lösungsansatz des Projekts
Das Projekt entwickelt und validiert die Hohlprobenprüftechnik– erstmals systematisch bei erhöhten Temperaturen (bis 900 °C) und für verschiedene Versuchstypen (Zug, LCF, TMF) als kostengünstige Alternative zur Autoklaventechnik. Ergänzend wird die Methode der Wasserstoffvorbeladung mit anschließender Prüfung an Luft untersucht. Getestet werden industrierelevante Nickelbasiswerkstoffe jeweils konventionell und additiv gefertigt sowie austenitische Stähle, , um eine breit anwendbare, normungsfähige Prüfstrategie abzuleiten.
Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen
Durch den Systemvergleich von Autoklav-, Hohlproben- und Vorbeladungsmethode entsteht eine validierte, deutlich günstigere und schnellere Prüfstrategie (Zielwerte: Halbierung der Kosten, Verdreifachung des Probendurchsatzes), die zudem Temperaturbereiche jenseits der Autoklav-Grenzen abdeckt. Damit erhalten Unternehmen, insbesondere KMU, Zugang zu belastbaren Werkstoffdaten und einer praktikablen Prüfmethodik für die sichere Auslegung wasserstoffbeanspruchter Hochtemperaturbauteile.