Fraunhofer IWM Jahresbericht 2018

22.2.2019

Lassen Sie sich inspirieren von aktuellen Lösungen zur optimierten Nutzung von Werkstoffeigenschaften und neuen Werkstofffunktionen, die unser Jahresbericht 2018 präsentiert. Die Beispiele verdeutlichen, wie wir fundiertes Werkstoffverständnis mit und für innovative und zuverlässige Bauteile und Fertigungsverfahren nutzen.

© Fraunhofer IWM

2018 war nicht nur geprägt durch materielle Investitionen, sondern auch durch unsere Vorreiterrolle im Bereich der digitalisierten Werkstofftechnik. Auf dem Workshop MaterialDigital, den wir 2018 ins Leben gerufen haben, skizzierten rund 100 Expertinnen und Experten aus Industrie und Forschung in angeregten Diskussionen den Weg zum digitalisierten Material und dessen Nutzen. Das Interesse an digitalen Repräsentationen von Werkstoffen und entsprechenden digitalen Workflows war so groß, dass es im Mai 2019 gleich mit einem zweiten Workshop dieser Art weitergehen soll: MaterialDigital2019. Ein wichtiger Baustein für unsere Zukunftsfähigkeit bei der Digitalisierung in der Werkstofftechnik ist der sogenannte Werkstoffdatenraum. Im Fraunhofer-Vorlaufforschungsprojekt URWERK entwickeln wir eine Basis-Ontologie, die komplexe Werkstoffhistorien abbildet und daraufhin unternehmensspezifisch angepasst werden kann.

Analog zur Digitalisierung von Werkstoffen arbeiten wir am Ausbau weiterer strategischer Institutsthemen. Für die werkstoffgerechte Prozess- und Bauteiloptimierung starten wir mit Fraunhofer-Partnern ein Vorlaufforschungsprojekt zur Prozessoptimierung der vollkeramischen Aufbau- und Verbindungstechnik für leistungsfähige Siliziumkarbid-Halbleiterbauelemente. Ihre hohe Zuverlässigkeit und Miniaturisierungspotenziale sind besonders interessant für die regenerative Stromerzeugung als auch die industrielle Motorsteuerung. Zum Thema »Entwicklung einsatzgerechter multifunktionaler Werkstoffe« haben wir den Zuschlag für ein weiteres Fraunhofer-internes Vorlaufforschungsprojekt zur Materialentwicklung hochwarmfester Aluminiumlegierungen für den additiven 3D-Druck von Leichtbaukomponenten bekommen – wichtig für Anwendungen im Automobilbau und der Luft- und Raumfahrt. Dass drei neue Fraunhofer-Initiativen mit unserer Beteiligung bewilligt wurden, ist schon außergewöhnlich. Es freut uns besonders, dass damit unsere strategischen Entwicklungslinien bestätigt werden.

Im April feiern wir die Eröffnung des Fraunhofer IWM Wasserstofflabors und erörtern in einem Fachworkshop mit namhaften Expertinnen und Experten die Wirkung von Wasserstoff auf Werkstoffe und diskutieren Lösungsansätze, diese zu beherrschen.

Neben solch langfristigen Forschungsthemen geht es natürlich mit gleicher Intensität darum, Lösungen für industrielle Fragen zu erarbeiten, die schnell in die Anwendung kommen können. Ein solches FuE-Ergebnis des Fraunhofer IWM fand auf der Fachmesse GlassTec im Herbst 2018 große Beachtung seitens der Baubranche: Der Prototyp einer scharf und exakt um 90° gebogenen Isolierglasscheibe, den wir mit dem von uns entwickelten laserbasierten Glasbiegeverfahren hergestellt hatten, zeigte eindrucksvoll, wie fundiertes Werkstoffverständnis in industrielle Innovationen überführt werden kann.

Lassen Sie sich von den vielen weiteren aktuellen Beispielen unserer Forschung anregen, die Sie im vorliegenden Jahresbericht finden. Nehmen Sie mit uns gemeinsam den Wandel in die Hand.

 

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Kontakt:

Katharina Hien
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