Girls‘ Day am Fraunhofer IWM

28.4.2017

Am Girls‘ Day 2017 haben 15 Schülerinnen am Freiburger Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM Werkstoffe untersucht, die sie täglich umgeben: Wie reagieren Kunststoffe auf extreme Kälte? Was passiert, wenn an glühend heißem Metall gezogen wird? Was kann man aus Glas formen und wie wird es farbig? Die Mädchen haben dabei auch viel über die industrienahe Werkstoffforschung erfahren: Wie Materialien und Bauteile getestet und bewertet werden können, mit dem Ziel, diese zuverlässiger oder langlebiger zu machen, oder wie mit Computersimulationen das Verhalten von Werkstoffen vorhergesagt werden kann.

© Foto Fraunhofer IWM

Die Schülerinnen testeten die Auswirkung unterschiedlicher Materialeigenschaften eines Anschnallgurts im virtuellen Autocrash.

Die 15 Mädchen im Alter von 11 bis 14 Jahren untersuchten am diesjährigen Girls‘ Day am Donnerstag, 27. April, glühend heiße Metallproben unter Zug- und Druckbelastung. Die Schülerinnen kühlten Luft in einem Luftballon so weit ab, dass sie flüssig wurde und »raucht«, und ließen im Stickstoffbad erkaltete Gummischläuche mit einem Hammer zersplittern. Die Mädchen schmolzen Glas, verformten es in skurrile Perlenformen und brachten Glas in unterschiedlichen Farben auf. Im Computer ließen sie einen Autoinsassen einen Crash mit unterschiedlich flexiblem Anschnallgurt erleben und bekamen erste Schritte der Programmierung nahegebracht. Darüber hinaus lernten die Schülerinnen die Werkstatt, Labore und Technikumsräume am Fraunhofer IWM kennen.

 

»Wir möchten den Schülerinnen zeigen, dass Frauen in Technik, Forschung und Wissenschaft interessante Betätigungsfelder finden und sehr geschätzt und willkommen sind«, sagt Katharina Hien, Beauftragte für Chancengleichheit am Fraunhofer IWM. Darum wurden die Mädchen von Wissenschaftlerinnen und Technikerinnen des Instituts betreut, die ihnen von ihrem eigenen beruflichen Werdegang und ihrer täglichen Arbeit erzählen konnten. »Wir wollen den Mädchen Arbeitsmodelle vorstellen und ihnen zeigen, dass es neben den häufig von Frauen gewählten Berufen wie Lehrerin, Bürokauffrau oder Arzthelferin sehr viele interessante wissenschaftlich-technische Berufe gibt, die ihnen offen stehen«, so Hien.

© Foto Fraunhofer IWM

Nicht nur Gummiwerkstoffe, sondern auch Rosen haben die Mädchen innerhalb von Sekunden eingefroren und anschießend mit dem Hammer traktiert.

Kontakt

Thomas Götz
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Am Girls‘ Day testen Schülerinnen das Verhalten von Werkstoffen bei unterschiedlichen Temperaturen und machen zum Beispiel Glas verformbar.