Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IWM

Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM

© Fraunhofer IWM

Wie verläuft eine Kooperation mit Fraunhofer?

Oft nimmt ein Unternehmen selbst Verbindung mit Fraunhofer auf, oder es ergeben sich Kontakte bei Gesprächen im Rahmen von Fraunhofer-Seminaren, Veranstaltungen und Messen. Danach kommt es zu einem ersten kostenlosen und unverbindlichen Beratungsgespräch. Hier kann ausgelotet werden, welche Ziele bei der Kooperation erreicht werden sollen und wie der zeitliche und finanzielle Rahmen aussehen kann. Dann folgen Vertragsverhandlungen, die Unterzeichnung der Verträge und der Beginn der Forschungs- und Entwicklungsarbeit.

Wie umfangreich muss ein Auftrag sein?

Die Kooperation mit Fraunhofer ist frei gestaltbar. Die Institute richten sich grundsätzlich nach dem spezifischen Bedarf des Kunden. Häufig beginnt eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit einem Einstiegsprojekt. Wer ein kleines Projekt zu bearbeiten hat, wird dabei von den Fraunhofer-Mitarbeitern genauso professionell mit Forschungs- und Entwicklungsleistung versorgt wie der Auftraggeber eines Großprojekts.

Wem gehören die Rechte an der Entwicklung?

Der Auftraggeber einer Kooperation mit Fraunhofer erhält das Eigentum an Produkten, Prototypen und sonstigen materiellen Gegenständen, die in seinem Auftrag entwickelt wurden. Darüber hinaus bekommt er die notwendigen Nutzungsrechte an den von Fraunhofer dabei geschaffenen Erfindungen, Schutzrechten und entstehendem Know-how. Diese Rechte/Lizenzen stehen dem Auftraggeber nichtausschließlich oder ausschließlich für den seinem Auftrag zugrunde liegen den Anwendungszweck zur Verfügung. Durch die exklusive anwendungsbezogene Nutzungsberechtigung erfährt der Kunde optimalen Konkurrenzschutz. Außerhalb des »Kundenbereichs« erhält sich Fraunhofer die Möglichkeit zur Weiterentwicklung und anderweitigen Nutzung des eigenen Know-hows, der Erfindungen und Schutzrechte. Dadurch profitiert jeder Kunde auch von dem umfangreichen technologischen Background, der von Fraunhofer in die Kooperation eingebracht wird.

Lösungen für Material- und Energieeffizienz

Unsere Arbeit zeichnet sich durch eine ganzheitliche Herangehensweise aus: Je nach Aufgabenstellung wird das Projektteam entsprechend der geforderten Kompetenzen zusammengesetzt. Durch Nutzung der neuesten Erkenntnisse aus Materialwissenschaft und Werkstofftechnik zur Lösung anwendungsnaher Fragestellungen können wir unseren Auftraggebern nachhaltige Lösungen bieten. Der Nutzen für die Auftraggeber bemisst sich in erster Linie in den Kategorien Sicherheit, Zuverlässigkeit, Lebensdauer und Funktionalität. Damit gehen Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen einher.

Forschung an Zukunftsthemen

Die Forschungsaktivität des Fraunhofer IWM geht über die reine Auftragsabwicklung hinaus. Die vom Bundesforschungsministerium beigesteuerte Grundfinanzierung und die Projektförderung von Bundes- und Landesministerien ermöglichen eine auftragsunabhängige Vorlaufforschung in Technologiebereichen, denen eine hohe Zukunftsrelevanz beigemessen wird. Die hierbei erworbenen Kenntnisse bringt das Fraunhofer IWM in die Kooperation mit der Wirtschaft ein, beispielsweise um neue Anwendungsfelder oder neue Märkte zu erschließen.

Die Grundlagen- und Vorlaufforschung bildet die Basis der Auftragsforschung für unsere Kunden. Dazu führt das Fraunhofer IWM zahlreiche Forschungsprojekte im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) oder von Verbänden und Stiftungen durch. Zudem wirkt das Institut aktiv an institutsübergreifenden Vorlaufforschungsprogrammen der Fraunhofer-Gesellschaft mit. Dazu gehören sowohl marktorientierte strategische Vorlaufforschung als auch wirtschaftsorientierte strategische Allianzen. Auf der Ebene der europäischen Union organisieren und koordinieren wir Projektkonsortien im Rahmen öffentlich geförderter Forschungsthemen.

Qualität und Kundenzufriedenheit

Viele hundert erfolgreiche Forschungs- und Entwicklungsprojekte jährlich sowie ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem zeugen für eine an die Rahmenbedingungen der Industrie angepasste zuverlässige Projektbearbeitung. Die durch Umfragen bestätigte hohe Kundenzufriedenheit zeigt, dass das Fraunhofer IWM einen ausgezeichneten Ruf genießt.

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Projektthemen die wir für unsere Kunden bearbeiten

  • Um die Energieausbeute durch maximale Betriebs- und Prozesstemperaturen zu verbessern, führen wir Lebensdauervorhersagen und Sicherheitsanalysen für Kraftwerkskomponenten durch
  • Zur Gewichtseinsparung im Fahrzeug- und Flugzeugbau entwickeln wir Simulationsmethoden und Prüfkonzepte für höchstbelastete Faserverbund- und CFK-Schaumsandwich-Leichtbaustrukturen
  • Für maximale Fahrzeugsicherheit entwickeln wir Werkzeuge zur vorhersagegenauen Crashsimulation
  • Wir entwickeln Konzepte zur Steuerung der Reibung in Lagern und Dichtungen über elektrische Potenziale sowie neue Schmierstoffe
  • Um die Fertigungsausbeute zu erhöhen und die Rissbildung beim Walzen von Blech zu vermeiden, modellieren wir die entsprechenden Werkstoffe und simulieren die Prozesse
  • Um die Entwicklungszeit für neue Bauteile zu verkürzen und die Herstellbarkeit sicherzustellen, simulieren wir pulvertechnologische Prozessketten
  • Zur Vorhersage ihrer Leistungsfähigkeit und möglicher Schwachstellen testen wir Hochtemperaturbauteile bereits in ihrer Designphase mit virtuellen Werkzeugen
  • Zur Substitution kritischer Materialien in technischen Systemen entwickeln, bewerten und optimieren wir Substitutionswerkstoffe mit multiskaligen Simulationsverfahren
  • Für optimale Wärmedämmung arbeiten wir an Fügeverfahren zur Herstellung von Vakuumisolierglasscheiben
  • Für Bauteile mit besonderen optischen oder antiadhäsiven Eigenschaften entwickeln wir funktionale Werkzeugbeschichtungen

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