Weiterbildung / 23. September 2026 - 24. September 2026
Weiterbildung: Digitalisierung in der Materialverarbeitung
Von verteilten Material- und Prozessdaten zu mehr Transparenz, wissensbasierten Entscheidungen und KI-Fähigkeit
Erfahren Sie, wie Sie die versteckten Datenschätze in Ihrer Organisation sichtbar und nutzbar machen können, insbesondere in der Werkstoffentwicklung, dem Versuchswesen und der Produktion. Veranstaltungsziel ist, dass Sie verteilte Informationen im Unternehmen schrittweise in wissensbasierte Entscheidungen, effizientere Versuche und robustere Prozesse in der Materialverarbeitung umwandeln können.
Lernen Sie moderne Konzepte des Datenmanagements und digitale Technologien kennen, mit denen Sie Daten vernetzen, Datenströme transparent und rückverfolgbar machen und Wissen über Werkstoffe und Herstellungsprozesse digital bereitstellen. Auf dieser Basis lassen sich Produktqualität, Produktivität und Resilienz steigern. Zudem entsteht eine realistische Grundlage für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz.
In vielen Unternehmen liegen Material-, Versuchs- und Prozessdaten in isolierten Excel-Listen, getrennten Datenbanken oder verstreut in verschiedenen Abteilungen vor. Die Folge sind langwierige Datensuchen, doppelt durchgeführte Versuche, Entscheidungen aus Bauchgefühl und Verzögerungen in Entwicklung und Produktion.
Gerade in der Materialverarbeitung ist das kritisch. Entlang der gesamten Prozesskette von der Werkstoffauswahl bis zur Bauteilherstellung fallen sehr unterschiedliche und oft heterogene Daten an. Werden diese nicht strukturiert erfasst und verknüpft, geht wertvolles Wissen über Werkstoffverhalten und Prozesse verloren.
Moderne Konzepte für Datenmanagement setzen genau hier an. Sie vernetzen Daten, machen Abläufe transparent und rückverfolgbar und stellen Wissen über Werkstoffe und Herstellungsprozesse digital bereit. Auf dieser Basis lassen sich Produktqualität, Produktivität und Resilienz steigern. Außerdem entsteht eine realistische Grundlage für zukünftige Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz.
Ihr Nutzen
Sie lernen die wichtigsten digitalen Technologien und Konzepte kennen, Sie verstehen typische Einsatzszenarien und können den Aufwand und den Nutzen für Ihr Unternehmen einschätzen. Konkret können Sie:
- die wichtigsten Konzepte moderner Datenverwaltung verstehen.
Dazu gehören- SQL-Datenbanken für die strukturierte Ablage von Daten in Tabellenform
- Ontologien und Wissensgraphen als Strukturen, mit denen Sie Daten verknüpfen und Fachwissen darstellen können
- Datenräume als technische und organisatorische Umgebungen für die Datenhaltung und den Datenaustausch
- FAIR Data als Ansatz für Daten, die auffindbar, zugänglich, gut kombinierbar und wiederverwendbar sind
- typische Schwachstellen in Ihrer eigenen Datenlandschaft erkennen, zum Beispiel Excel-Datensilos, fehlende Metadaten oder fehlende Rückverfolgbarkeit
- an konkreten Beispielen nachvollziehen, wie aus verteilten Material-, Versuchs- und Prozessdaten eine strukturierte und vernetzte Datenbasis entsteht, zum Beispiel bei der Dokumentation und Auswertung von Versuchsreihen
- einfache semantische Modelle als erste Bausteine einer Ontologie selbst anlegen
- realistisch einschätzen, welche ersten Schritte in Ihrem Unternehmen sinnvoll und machbar sind, von kleinen Verbesserungen in der Versuchsdokumentation bis hin zu längerfristigen Konzepten für Datenräume
Zielgruppe
Die Weiterbildung richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus
- Forschung und Entwicklung
- Werkstofftechnik und Versuchswesen
- Prozess- und Produktionsentwicklung
- Digitalisierung und Datenmanagement
in produzierenden Unternehmen, die Entscheidungs- und Innovationsprozesse beschleunigen und resilienter machen möchten.
Besonders angesprochen sind kleine und mittlere Unternehmen, die
- viele Material-, Versuchs- und Prozessdaten erzeugen
- diese Daten bisher vor allem in Excel, Einzelsystemen oder Papierdokumenten verwalten
- eine verständliche und praxisnahe Einführung in moderne Lösungen für Datenmanagement suchen, ohne selbst Experten für Datenbanken oder IT zu sein
Technisches Vorwissen im Bereich Datenmanagement wird nicht benötigt. Wichtig sind Ihre Erfahrungen mit realen Prozessen und Daten aus der Materialverarbeitung. Daran knüpfen wir in der Weiterbildung an.
Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM