Solarthermische Kraftwerke nutzen Salzschmelzen als Medium für Hochtemperaturspeicher und als Wärmeüberträger. Dabei sind die eingesetzten Werkstoffe komplexen und wechselnden mechanischen, thermischen sowie chemischen Beanspruchungen ausgesetzt, die zu kritischen Korrosions- und Degradationserscheinungen führen können. Für einen zuverlässigen Betrieb muss die Werkstoffbeständigkeit gegenüber diesen Korrosionsmechanismen in Salzschmelzen sichergestellt sein. Die Korrosionsmechanismen variieren in Abhängigkeit der Zusammensetzung der Salzschmelze (Nitrate, Nitrite, Chloride). Zusätzlich erschweren hohe Temperaturen, dynamische Belastungen und Eigenspannungen die Materialbeständigkeit.
Aus werkstofftechnologischer Sicht muss daher das Verhalten der Mikrostruktur und die Ausbildung von Korrosionsprodukten sowie deren Einfluss auf die mechanischen Eigenschaften verstanden und beeinflusst werden können. Dazu werden die chemischen und mechanischen Wechselwirkungen zwischen Werkstoff und Salzschmelze unter Betriebsbedingungen untersucht.
Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM