Vernetzung innerhalb der Fraunhofer Gesellschaft

Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM

© Fraunhofer IWM

Der Fraunhofer-Verbund Werkstoffe, Bauteile

Brennstoffzellen-Stack
SOFC-Brennstoffzellen-Stack (20 Ebenen); Fraunhofer IKTS.

Der Verbund bündelt die Kompetenzen der materialwissenschaftlich orientierten Institute der Fraunhofer-Gesellschaft und des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM als ständigem Gastmitglied.

Fraunhofer-Materialforschung umfasst die gesamte Kette von der Entwicklung und Verbesserung von Materialien über die Herstelltechnologie, die Charakterisierung der Eigenschaften bis zur Bewertung des Einsatzverhaltens. Entsprechendes gilt für die aus den Materialien hergestellten Bauteile und deren Verhalten in Systemen.
Neben den experimentellen Untersuchungen werden die Verfahren der numerischen Simulation und Modellierung gleichrangig eingesetzt. Der Fraunhofer-Verbund deckt den gesamten Bereich der metallischen, anorganisch-nichtmetallischen, polymeren und aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugten Werkstoffe ab. Er setzt sein Know-how in den Feldern Energie, Gesundheit, Mobilität, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Bauen und Wohnen ein, um über maßgeschneiderte Entwicklungen Systeminnovationen zu realisieren.

Zellulare Strukturen
Zellulare Strukturen, Fraunhofer IFAM.

Mittelfristige Schwerpunktthemen des Verbundes sind unter anderem: Steigerung der Effizienz von Systemen der Energiewandlung und Energiespeicherung, Verbesserung der Biokompatibilität und Funktion von medizin- oder biotechnisch eingesetzten Materialien, Erhöhung der Integrationsdichte und Verbesserung der Gebrauchseigenschaften von Bauteilen der Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Erhöhung von Sicherheit und Komfort sowie Reduzierung des Ressourcenverbrauchs in den Bereichen Verkehrstechnik, Maschinen- und Anlagenbau.

Link zum Fraunhofer-Verbund Werkstoffe, Bauteile

Vorsitzender des Verbundes
Prof. Dr. Holger Hanselka, Fraunhofer LBF
Stellvertreter
Prof. Dr. Peter Elsner, Fraunhofer ICT
Kontakt
Dr. Ursula Eul, Fraunhofer LBF
Bartningstraße 47
64289 Darmstadt
Telefon +49 6151 705-262
E-Mail

crashMAT, Freiburger-Zentrum für crashrelevante Material- und Bauteilcharakterisierung

Die Fraunhofer-Institute IWM und EMI entwickeln und standardisieren Lösungen
auf Basis experimenteller und numerischer Bewertungsmethoden zur Vorhersage des Versagens von Strukturkomponenten und der Crashsicherheit von Fahrzeugkomponenten.
Ansprechpartner am IWM: Dr. Dieter Siegele
www.crashmat.de

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Fraunhofer-Allianz autoMOBILproduktion

Die Allianz bündelt die Kompetenzen von 17 Instituten. Innovationen werden entlang der gesamten Prozesskette der Fahrzeugherstellung, von der Planung bis zum lackierten Fahrzeug, schnell, ganzheitlich und nachhaltig realisiert.  Die Allianz stellt sich den umweltpolitischen Herausforderungen Treibstoff- und CO2-Reduzierung, Elektromobilität sowie Senkung des Materialeinsatzes unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Aspekte.
Ansprechpartner am IWM:
Koordinator: Dr. Wulf Pfeiffer
E-Mobility: Dr. Michael Busch, Dr. Thomas Hollstein
Karosserie: Dirk Helm, Michael Luke, Dr. Ralf Schaeuble
Powertrain: Thomas Seifert, Dirk Helm, Prof. Dr. Matthias Scherge
Interieur: Dr. Michael Busch
Fraunhofer-Allianz autoMOBILproduktion

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Fraunhofer-Allianz Bau

Das umfangreiche Portfolio der Allianz richtet sich gleichermaßen an kleine und große Akteure in der Bauwirtschaft mit
neuen und innovativen Technologien rund um Behaglichkeit,Energieeffizienz, Leistungsunterstützung und Nachhaltigkeit.
Die Experten unterstützen Bauunternehmen von der Auswahlder richtigen Planungssoftware bis hin zum Baustoff-Recycling.
Ansprechpartner am IWM: Prof. Dr. Andreas Heilmann
www.bau.fraunhofer.de

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Fraunhofer-Allianz Energie

Zehn Fraunhofer-Institute bieten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten aus einer Hand an. Die Schwerpunkte liegen bei Effizienztechnologien, erneuerbaren Energien, Gebäuden und Komponenten, Planung und Betriebsführung integrierter Energiesysteme sowie Speicher- und Mikroenergietechnik.
Ansprechpartner am IWM:
Dr. Jörg Bagdahn
www.energie.fraunhofer.de

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Fraunhofer-Allianz Generative Fertigung

Generative Fertigungstechniken sind konventionellen Techniken bei der Herstellung von maßgeschneiderten, komplexen Bauteilen und Kleinserien in Flexibilität, Arbeits- und Materialaufwand überlegen. Die Allianz widmet sich der Entwicklung, Anwendung und Umsetzung generativer Fertigungsverfahren und Prozesse.
Ansprechpartner am IWM: Dr. Raimund Jaeger
www.generativ.fraunhofer.de

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Fraunhofer-Allianz Hochleistungskeramik

Das Spektrum reicht von der Modellierung und Simulation über die Anwendungsorientierte Entwicklung von Werkstoffen, Fertigungsprozessen und Bearbeitungstechnologien bis hin zur Bauteilcharakterisierung, Bewertung und zerstörungsfreien Prüfung unter Einsatzbedingungen.
Ansprechpartner am IWM: Dr. Andreas Kailer
www.advancer.fraunhofer.de

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Fraunhofer-Allianz Leichtbau

Die Qualität einer Leichtbaustruktur ist wesentlich bestimmt durch ihre Werkstoffeigenschaften, die konstruktive Formgebung,
ihre Bauweise und durch den Herstellungsprozess.Daher muss die gesamte Entwicklungskette von der Werkstoffund
Produktentwicklung über Serienfertigung und Zulassung bis hin zum Produkteinsatz betrachtet werden.
Ansprechpartner am IWM: Dr. Thomas Hollstein, Dr. Michael Busch
Fraunhofer-Allianz Leichtbau

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Fraunhofer-Allianz Nanotechnologie

Die Allianz führt die vielfältigen Kompetenzen von Instituten unterschiedlicher Fraunhofer-Verbünde zusammen. Ihre Leitthemen sind derzeit: multifunktionelle Schichten für den Automobilbereich, das Design spezieller Nanopartikel für Biotechnik und Medizin sowie die Verwendung von Carbon-Nanotubes für aktorische Anwendungen.
Ansprechpartner am IWM: Prof. Dr. Michael Moseler, Prof. Dr. Andreas Heilmann
www.nano.fraunhofer.de

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Fraunhofer-Allianz Numerische Simulation von Produkten, Prozessen

Die Allianz bearbeitet institutsübergreifende Aufgaben zur Entwicklung und Verbesserung von Simulationsverfahren. Sie bündelt zudem die Kompetenzen aus dem luK-Bereich, das Werkstoff- und Bauteil-Know-how sowie die Oberflächen- und Produktionstechnik.
Ansprechpartner am IWM: Dr. Dirk Helm
www.nusim.fraunhofer.de

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Fraunhofer-Allianz Optic Surfaces

Die Allianz erarbeitet wissenschaftlich-technische Grundlagen für die Funktionalisierung von optischen Oberflächen aus Glas,
Kunststoffen und Metallen durch Submikronstrukturen. Dazu werden insbesondere Beschichtungs- und Replikationsverfahren
genutzt. Anwendungen sind beispielsweise Entspiegelung, Lichtlenkung, Beugungsgitter und Wellenleiter. Die Partnerinstitute
unterstützen Entwickler bei der Auswahl von Materialien und technologischen Verfahren bis hin zur Herstellung von
Musterbauteilen.
Ansprechpartner am IWM: Dr. Peter Manns, Dr. Frank Burmeister
www.funktionale-oberflaechen.de/

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Fraunhofer Projektgruppe Neue Antriebssysteme NAS

Das Fraunhofer IWM arbeitet gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für hemische Technologien ICT und dem Institut für Kolbenmaschinen IFKM des Karlsruher Instituts für Technologie KIT an neuen Motorenkonzepten. Die neuen Antriebskonzepte sollen für die dezentrale stationäre Energieversorgung wie beim Mini-Blockheizkraftwerk eingesetzt werden. Sie sollen an Verbrennungsmotoren für nachhaltige Mobilität sorgen,entweder in Kombination mit einem Elektromotor oder als alleinige Antriebsquelle. Auch alternative Kraftstoffe und Energieträger werden in die Konzepte mit einbezogen. Die neue Fraunhofer-Projektgruppe bündelt als einzige in Deutschland die Kompetenzen in den Bereichen Verbrennungsmotor, chemische Energiespeicher, Leichtbau und Tribologie.
Ansprechpartner am IWM: Dr. Thomas Hollstein

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Gemeinschaftsforschung

Die Gemeinschaftsforschung innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft zielt darauf, Synergieeffekte zwischen den Instituten auszunutzen. Dabei werden risikoreiche und unkonventionelle Ideen gefördert und die Forschung für den Mittelstand ermöglicht. Wirtschaftsorientierte Strategische Allianzen (WiSA) fördern entsprechende Eigenforschungsprojekte. Sie sollen die Basis für eine längerfristige Allianz zwischen den beteiligten Instituten bilden. Die Marktorientierte strategische Vorlaufforschung (MaVo) ermöglicht marktorientierte, wissenschaftlich und technisch anspruchsvolle Forschung an Zukunftsthemen im Verbund mehrerer Institute.

Wirtschaftsorientierte Strategische Allianzen (WiSA)

Kontinuierliche Technologie zur Herstellung von Saphirfasern (KonTeSa)

KonTeSa zielt ab auf eine neuartige, kontinuierliche Technologie zur Herstellung von sehr dünnen Fasern mit Durchmessern von etwa 12 µm. Die Gefüge der Fasern sollen aus einkristallinen Abschnitten mit Kristallitlängen von 50 µm und länger bestehen, damit sie eine hohe Kriechfestigkeit erreichen und gleichzeitig gut verarbeitbar sind (Fraunhofer ISC in Würzburg). Das Fraunhofer IKTS stellt aus diesen Fasern keramische Verbundwerkstoffe mit oxidischer Matrix her (OCMC). Die Aufgaben des Fraunhofer IWM bestehen in der numerischen Simulation zum Kornwachstum sowie in der mikrostrukturellen und mechanischen Charakterisierung der Fasern und einkristallinen Faserabschnitte. Zudem wird das Kriechverhalten der OCMC bei Temperaturen bis 1400 °C untersucht.
Ansprechpartner am IWM: Dr. Bärbel Thielicke, Dr. Manfred Füting

 

Versagen einer unidirektional-verstärkten OCMC-Probe
Versagen einer unidirektional-verstärkten OCMC-Probe.

Multifunktionale Membrankonstruktionen – Variable Membrankonstruktionen für den Leichtbau

Ziel der Allianz ist es, die Eigenschaften und die Funktionalität von ETFE-basierten Membranen, Membrankissen und Kissen-
Gesamtsystemen zu verbessern. Es soll ein bauphysikalisch und materialtechnisch optimierter Systembaukasten entstehen,
mit dem sich einfach und zielgerichtet Anforderungen an ein membranumschlossenes Gebäude realisieren lassen..

Ansprechpartner am IWM: Jörg Lucas, Prof. Dr. Andreas Heilmann

 

Heißgepresste FAC-Zylinderlinse mit asphärischer Kontur für die Strahlformung von Diodenlasern
Maßgeschneiderte Optikkomponente aus Glas: Heißgepresste FAC-Zylinderlinse mit asphärischer Kontur für die Strahlformung von Diodenlasern.

Wirtschaftliche Serienproduktion maßgeschneiderter Optikkomponenten aus Glas mit hohem Marktpotenzial (Tailored Optics)

»Tailored Optics« entwickelt und bewertet die gesamte Kette zur Herstellung von hochpräzisen Heißformwerkzeugen für optische Linsen aus Glas. Die Arbeitsschwerpunkte sind die Entwicklung und Herstellung von Hartmetall-Formwerkstoffen,
Verfahren zur Ultrapräzisionsbearbeitung der Funktionsflächen,der Beschichtung sowie von Einsatztests der Formwerkzeuge in Heißformgebungstechniken für verschiedene Anwendungsfelder.
Ansprechpartner am IWM: Dr. Frank Burmeister, Dr. Peter Manns

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Marktorientierte strategische Vorlaufforschung (MaVo)

Entwicklung einer Technologieplattform zur Herstellung multifunktionaler Hybridschäume (HybSch)

Im Projekt werden Verfahren zur Herstellung und Charakterisierung von Werkstoffen aus mehreren geschäumten Materialien entwickelt. Anwendung finden solche Verbundwerkstoffe in der mechanischen Energieabsorption in neuartigen Leichtbau-
Crashelementen, im multifunktionalen Schallschutz und in leichten, hochsteifen Konstruktionselementen.
Ansprechpartner am IWM: Dr. Jörg Hohe, Dr. Michael Busch

 

Crashsimulation einer punktgeschweißten
Crashsimulation einer punktgeschweißten Komponente.

Computer Aided Robust Design (CAROD)

»CAROD« erfasst quantitativ und qualitativ unsichere Herstellungs- und Einsatzbedingungen. Im Fokus steht das Design robuster Entwurfssysteme, die unvermeidbare Schwankungen von vornherein einbeziehen. Material wird charakterisiert und
Demonstratoren, zum Beispiel zum Thema Crash, entwickelt.
Ansprechpartner am IWM: Dr. Dong-Zhi Sun

 

Machbarkeit und Evaluierung transparenter und elektrisch leitfähiger Dünnfilmsysteme mit oxidischen Halbleiterschichten (METCO)

Durch Kontrolle der Defektchemie und Morphologie von transparenten,halbleitenden Oxiden werden bandgap-optimierte Materialsysteme sowie transparente,halbleitende Oxide entwickelt. Mit diesen Materialsystemen können deutlich kosten-
günstigere und effizientere Dünnschicht-Solarzellen und OLED-Displays realisiert werden. Weitere Anwendungen sind die transparente Elektronik für Displayanwendungen sowie niedrigemittierende, beschlaghemmende Beschichtungen für
Architektur und Fahrzeugverglasungen.
Ansprechpartner am IWM: Prof. Dr. Christian Elsässer

 

Carbon Nanotube Aktoren (Carnak)

Das Gemeinschaftsprojekt von insgesamt acht Instituten zur Optimierung der elektrochemischen Aktuatoren von Papier aus Kohlenstoffnanoröhrchen wurde Mitte 2008 abgeschlossen. Das Fraunhofer IWM hat für die Multiskalenmodellierung der zugrundeliegenden Mechanismen gesorgt. Innerhalb des Projektes wurde ein Aktuator aus einem Polymer-Nanotube-Komposit entwickelt, welcher bei kleinen Spannungen betrieben werden kann und damit Anwendungsfelder erschließt, welche beispielweise Piezokeramiken vorenthalten sind. Die gewonnenen Erkenntnisse können weiterhin zur Entwicklung von Kondensatoren oder Batterien genutzt werden.
Ansprechpartner am IWM: Prof. Dr. Michael Moseler

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Innovationscluster

In den Innovationsclustern der Fraunhofer-Gesellschaft wird die Vernetzung zwischen Wirtschaft, Hochschulen und FuE-Einrichtungen in Technologiefeldern mit hohem Innovationspotenzial gefördert. Ziel ist es, Innovationen zu beschleunigen. Die Förderung erfolgt zu je einem Drittel durch Land, Wirtschaft und Fraunhofer-Gesellschaft. Das Fraunhofer IWM ist an zwei Innovationsclustern beteiligt.

Stuhl aus Polymerstoffen

Polymertechnologie, Halle, Leipzig

Die Region Halle/Leipzig, bekannt auch als mitteldeutsches Chemie-Dreieck, hat sich in den letzten 15 Jahren wieder zu einem internationalen Standort der Polymertechnologie entwickelt. Nun steht an, die Forschung im Bereich Polymertechnologien zu vertiefen. Das Innovationscluster Polymertechnologie bringt Großunternehmen der Polymersynthese, mittelständische Unternehmen der Polymerverarbeitung sowie Forschungseinrichtungen zusammen.
Neue Polymertechnologien für Synthese und Verarbeitung werden entwickelt. Dabei spielt zukünftig ein mikrostrukturbasiertes Materialdesign eine große Rolle. Dies beinhaltet die Verarbeitung von ressourcenschonenden Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen und die Steuerung der Strukturbildungsprozesse während der Verarbeitung. Zudem wird Polymersynthese und Polymerverarbeitung horizontal vernetzt, um anwenderspezifische Polymere unter Berücksichtigung der Verarbeitungstechnologien zu entwickeln.
Das Fraunhofer-Pilotanlagenzentrum ist als weltweit einzigartige Forschungseinrichtung der horizontalen Integration zentraler Knotenpunkt für die Vernetzung von Synthese und Verarbeitung. Als Schwerpunkte bearbeiten die Wissenschaftler Polymer-Nanopartikel-Blends, neue Kautschuktypen sowie Biopolymere und Naturfaserkomposite.

Ansprechpartner am IWM: Prof. Dr. Ralf B. Wehrspohn

 

Auto-Armatur im Leichtbau

Technologien für den hybriden Leichtbau KITe hyLITE, Karlsruhe

Im Karlsruher Innovationscluster Technologien für den hybriden Leichtbau, »KITe hyLITE«, arbeiten die Fraunhofer-Institute ICT, IWM und LBF sowie die Universität Karlsruhe (CART – Center of Automotive Research) und Unternehmen der Automobil- und Zulieferindustrie eng zusammen. Das Ziel von »KITe hyLITE« ist ein ganzheitlicher Ansatz zur Nutzung von Synergien komplementärer Forschungsfelder im Bereich der Verbundwerkstoffe und dem Einsatz gemeinsamer Forschungsergebnisse für den hybriden Leichtbau. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der Entwicklung von Werkstoffen, Produktionstechnologien und Methoden zur Realisierung funktionsintegrierter Leichtbaulösungen und deren Umsetzung in einer ökonomisch realisierbaren Serienfertigung im Bereich der Fahrzeugindustrie. Die Themenfelder erstrecken sich von der Entwicklung von Werkstoffsystemen und Produktionstechnologien zur Realisierung funktionsintegrierter Leichtbaulösungen bis zur Umsetzung in einer ökonomisch realisierbaren Serienfertigung im Bereich Fahrzeugindustrie und Maschinenbau.

Ansprechpartner am IWM: Dr. Thomas Hollstein

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Attract-Projekte

Die Fraunhofer-Attract-Projekte fördern exzellente externe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Innerhalb von fünf Jahren bauen sie eine drei- bis fünfköpfige Arbeitsgruppe an einem Institut auf und leiten sie. Sie können dadurch ihre Ideen innerhalb eines optimal ausgestatteten Fraunhofer-Instituts marktnah in Richtung Anwendung voranzutreiben.

Solar-Zelle

Silizium-Solarzellen

Bei der Produktion von Solarzellenmodulen entsteht ein nicht unerheblicher Anteil von Ausschuss durch Prozessfehler in der Fertigung. Besonders beim Löten der Kontakte im Tabber/Stringer-Verfahren zerbrechen die Solarzellen häufig. Dieses Kontaktierverfahren wird umso anfälliger, je dünner die Siliziumzellen sind, oder wenn nichttoxische, bleifreie Lote genutzt werden. Im Rahmen des Projektes werden besser geeignete Kontaktierungsprozesse für die Serienverschaltung von kristallinen Solarzellen erarbeitet. Dazu wird ein Simulationstool entwickelt, mit dem die entsprechenden physikalischen Prozesse und werkstofftypischen Reaktionen abgebildet werden können. Gleichzeitig werden experimentelle Prüfstände entwickelt, um beispielsweise die Kriecheigenschaften der eingesetzten Lote zu bestimmen.
Das Projekt läuft bis Mai 2013 am Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP in Halle.

 

Glaskeramik für hocheffiziente Solarzellen

Up- and down-conversion in Glaskeramiken für hocheffiziente Solarzellen

Die Effizienz von Solarzellen soll durch den Einsatz von down-conversion-Deckgläsern sowie up-conversion-Schichten auf der Rückseite von Solarmodulen erheblich verbessert werden. Dabei wird das einfallende Licht so verändert, dass es in den für Solarzellen nutzbaren Energiebereich verschoben wird. Der Wirkungsgrad kann so gesteigert werden, ohne die eigentliche Solarzelle zu modifizieren.
Im Projekt werden optisch aktive Glaskeramiken durch geeignete Wahl des Aktivators (Seltene Erde) für diese Anwendung angepasst. Sie sind im optischen
Spektralbereich transparent und somit ideal für die Anwendung geeignet. Neben der optischen Funktionalität der Glaskeramiken sollen auch ihre mechanischen Eigenschaften untersucht und verbessert werden.
Das Projekt läuft bis September 2012 am Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP und Fraunhofer IWM in Halle.

Ansprechpartner am IWM: Dr. Stefan Schweizer

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NanoAssess

Nanoskalige Bewertung innovativer Fügeverbindungen für die Mikrosystemtechnik

Die Mikrosystemtechnik stellt heute eine der wichtigsten Schlüsseltechnologien für den High-Tech-Standort Deutschland dar. Innovative Mikrosysteme helfen, Autos auch in kritischen Situationen sicher durch den Straßenverkehr zu steuern, sie assistieren Ärzten bei komplizierten Operationen oder tragen dazu bei, dass industrielle Anlagen ressourcenschonender arbeiten können. Als Branche beschäftigt die Mikrosystemtechnik rund 766.000 Mitarbeiter, bei einem Umsatzvolumen von mehr als 82 Milliarden Euro im Jahr 2009 mit weiterhin hohen prognostizierten jährlichen Wachstumsraten von bis zu 10%.

Gegenstand der Untersuchungen sind innovative Fügeverfahren der Mikrosystem­­technik, wie das Tief­temperatur-Waferbonden, die ultraschallunterstützte Verbindung von Metallen und Glas sowie das Fügen mittels Laserkristallisation von Glasloten. Mit Hilfe von Verfahren der nano­strukturellen Diagnostik (aberrationskorrigierte Transmissionselektronen­mikroskopie und Ober­flächen­analytik) soll dabei die Grenzflächenstruktur bis in den Bereich der atomaren Auflösung analysiert werden. Durch den Einsatz dieser hoch leistungsfähigen Analysetechniken, die bisher weitgehend der Grundlagenforschung vorbe­halten waren, sollen neue Kenntnisse und Modelle zum Zusammenhang zwischen technologischen Prozessschritten, atomarer Struktur der Grenzflächen sowie davon abhängigem Einsatzverhalten und Zuverlässig­keitseigenschaften abgeleitet werden.

Vor allem bei sicherheitskritischen Anwendungen im medizinischen Bereich oder im Feld zukünftiger „Ambient Assisted Living“-Systeme bestehen teilweise extrem hohe Anforderungen an die Sicherheit und Lebensdauer der eingesetzten Mikrosysteme, die wiederum wesentlich von der Zuverlässigkeit der verwendeten Mikroverbindungstechniken bestimmt werden. Da industrielle Entwicklungen in diesen Feldern ein über übliche betriebliche Qualifizierungen weit hinausgehendes, tiefgreifendes Verständnis aller Risikofaktoren zur Vermeidung von Versagens­fällen erfordern, wird hier ein Markt für eine leistungs­fähige Nanostrukturdiagnostik in Verbindung mit weiterführenden Modellierungen des Einsatzverhaltens entstehen. Im Verbund mit technologieorientierten Instituten innerhalb der FhG soll damit ein für die Gesellschaft wichtiges Zukunftsfeld mit deutlich erhöhter Leistungsfähigkeit erschlossen werden.

Das Vorhaben ordnet sich organisch in die geplante strategische Weiterentwicklung des Fraunhofer IWM ein, das durch seine auf das Werkstoffverhalten fokussierten Kompetenzen zur Erhöhung von Qualität und Sicherheit innovativer technischer Systeme beiträgt. Die NanoAssess-Gruppe unterstützt dabei die schnelle, fachkompetente und personelle Untersetzung der neu verfügbaren, hoch­leistungsfähigen Transmissionselektronenmikroskope in Erweiterung der am Institutsteil Halle langfristig aufgebauten methodischen Kernkom­petenzen. Sie soll damit zu einer zentralen Kompo­nente des geplanten, weiter­führenden Aufbaus eines Zentrums für angewandte Mikrostrukturdiagnostik am Fraunhofer IWM in Halle werden.

Das Projekt läuft bis März 2016 am Fraunhofer IWM in Halle.

Ansprechpartner am IWM: Prof. Dr. Thomas Höche